Reckahner Museen

Rochow-Museum und Schulmuseum Reckahn

Märkische Allgemeine Zeitung, 26.02.2016

Glücksfall für Reckahn. 1,2 Millionen Euro Fördergeld fürs Herrenhaus
Auch einen Bundesaußenminister kann die deutsche Ministerialbürokratie noch begeistern. Überrascht teilte Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Freitag der MAZ mit: „Wirklich, in Rekordzeit bekommt das Schloss Reckahn jetzt 1,12 Millionen Euro aus dem Bundestopf!“ Erst Ende September hatte Steinmeier das Rochow-Museum in Reckahn besucht und Hilfe versprochen.

Reckahn/Brandenburg/H. Auch einen Bundesaußenminister kann die deutsche Ministerialbürokratie noch begeistern. Sichtlich überrascht teilte Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Freitag der MAZ mit: „Wirklich, in Rekordzeit bekommt das Schloss Reckahn jetzt 1,12 Millionen Euro aus dem Bundestopf!“ Erst Ende September hatte Steinmeier als Bundestagsabgeordneter der Region das Schulmuseum und das Rochow-Museum in Reckahn besucht.

Der Besuch fand auf Einladung der Stiftung „Der Kinderfreund-Stiftung“ statt. Seine Visite führte ihn in die ehemalige Rochowsche Musterschule (1773), das heutige „Schulmuseum Reckahn.“ Nach einem Rundgang durch den historischen Gutspark hatte sich Steinmeier im Rochow-Museum über die Bildungs- und Agrarreformen des Gutsherrenpaares Friedrich Eberhard von Rochow informiert. Dabei wurde deutlich: Reckahn braucht Geld. Insbesondere das alte, unsanierte Herrenhaus bedarf einer Grundsanierung. Und zwar schnell, erinnert sich Steinmeiers Mitarbeiter Tobias Borstel an den Hilferuf.

Und so versprach Steinmeier Unterstützung für das Ensemble. Nun, nur fünf Monate später, darf man sich in Reckahn über den Förderbescheid des Bundesbauministeriums freuen. 1,12 Millionen Euro gibt es für die Hüllensanierung und Ausbau des unsanierten Herrenhauses als Jugend-, Kultur-, Gemeinde- und Konferenzzentrum des Renaissancebaues „Schloss Reckahn“. Insgesamt dürfte der Umbau etwa 2,5 Millionen Euro kosten. Das fehlende Geld kommt aus kommunalen Eigenmitteln der Gemeinde Kloster Lehnin, die einen Unterstützungsbeschluss gefasst hat.

2001 wurden bereits Teile des Ensembles saniert und neben dem Schulmuseum wurde im Schloss die Dauerausstellung „Vernunft fürs Volk“ im Schloss eröffnet. Zwar bietet die historische Umgebung Raum für verschiedenste Veranstaltungen, die jedoch auf Grund fehlender Räumlichkeiten bisher dazu zwingen, sich auf geringe Besucherzahlen zu beschränken. Das wird sich mit dem Umbau ändern. So bekommt der Ortsteil Reckahn ein Gebäude, das multifunktional als Jugend-, und Gemeindezentrum sowie für wissenschaftliche und andere größere Veranstaltungen genutzt werden kann. Ohne die jetzt anstehende Sanierung des, das Renaissanceensemble prägende Gebäudes, würde dessen Verfall drohen. was auch unter denkmalrechtlichen Gesichtspunkten einen unwiederbringlichen Verlust bedeutet.

So schnell wie es jetzt mit der Förderung aus dem Sonderprogramm des Bundesbauministeriums klappte, soll es weiter gehen. Schon ab Juni beginnt die Planungs- und Ausschreibungsphase, 2017 dann die Hüllensanierung und der Ausbau des Erdgeschosses. 2018 sollen dann nach Ausbau des Ober- und Dachgeschosses die Arbeiten beendet werden.

Von Benno Rougk

Quelle: MAZ - online.

http://www.maz-online.de/Lokales/Brandenburg-Havel/1-2-Millionen-Euro-Foerdergeld-fuers-Herrenhaus

Märkische Allgemeine Zeitung, 29.02.2016

Umjubeltes Eröffnungskonzert in Reckahn
Das Sax-Ensemble hat die 16. Havelländischen Musikfestspiele im Landkreis Potsdam-Mittelmark eröffnet. Mit dem Konzert holten sie das Reckahner Schloss aus dem musischen Winterschlaf. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Konzertsaal begrüßten Madleen Fox und Silke Siebrecht-Grabig das Publikum. Die Programmauswahl überraschte.

Reckahn. Mit dem Eröffnungskonzert der 16. Saison der Havelländischen Musikfestspiele im Landkreis Potsdam-Mittelmark wurde am Sonntag das Reckahner Schloss aus dem musischen Winterschlaf geholt. Im bis auf den letzten Platz gefüllten Konzertsaal begrüßten Madleen Fox und Silke Siebrecht-Grabig das Publikum.
Fox hat zur neuen Saison die Geschäftsführung der Musikfestspiele von ihrem Vater Frank Wasser übernommen und mit dem Sax-Ensemble vier Musiker nach Reckahn eingeladen, die das Publikum begeisterten. „Dieser Saal wurde schon vor über 200 Jahren für Konzerte von der Familie von Rochow genutzt“, erklärte Siebrecht-Grabig, die Leiterin der Reckahner Museen. Damals mussten die Gäste sicher nicht so eng zusammenrücken wie am Sonntag, doch auch da ist Abhilfe in Sicht. „Vor wenigen Tagen kam die Zusage von der Gemeinde Kloster Lehnin, dass schon in diesem
Jahr, dank zugesagter Fördermittel, mit der Planung für die Sanierung des großen
Nebengebäudes begonnen werden kann und in zwei bis drei Jahren soll dann alles fertig sein“, erklärte Siebrecht-Grabig und lud das Publikum ein, spätestens dann wiederzukommen, um dann auch Veranstaltungen in dem neu gestalteten Haus zu besuchen.
Auch für Christian Stein (CDU), den stellvertretenden Landrat von Potsdam-Mittelmark, sind die Havelländischen Musikfestspiele nicht nur ein Anlass, Konzerte und Lesungen zu genießen. Vor allem rücken auch die manchmal versteckten architektonischen und
geschichtlichen Perlen der Region als Veranstaltungsorte in den Mittelpunkt. „Nicht umsonst wurden die Festspiele im letzten Jahr als erste Kulturveranstaltung mit dem Tourismuspreis des Landes Brandenburg ausgezeichnet“, sagte Stein. In der Konzertpause war so auch Zeit, durch das Reckahner Schloss zu wandeln und es zu genießen. Vor allem die vier Musiker des Sax-Ensembles waren hier Gesprächsthema.
In ungewöhnlicher Besetzung als Holzbläserquartett interpretierten Ariane Matzanke an Oboe und Englisch Horn, Friederike Roth an der Klarinette, Wolfgang Bensmann am Fagott und Detlef Bensmann am Saxophon im ersten Konzertteil Stücke aus Johann Sebastian Bachs „Die Kunst der Fuge“, die von Detlef Bensmann arrangiert wurden.
Nach der Pause überzeugten die Musiker in unterschiedlichen Besetzungen als Duo, Terzett und Quartett mit ihrer Programmauswahl. Besonders das Spiel von Ariane Matzanke in Georg Friedrich Händels Sonate in G-Dur, begleitet von Detlev und Wolfgang Bensmann, löste Begeisterung aus. Glänzen konnten jedoch alle, von Friederike Roths jubilierender Klarinette in Ludwig van Beethovens Duo Nr. 1 und Detlev Bensmanns Fingerfertigkeit am Saxophon bis zu Wolfgang Bensmanns Spiel am selten gehörten Kontrafagott, das in Erwin Schulhoffs eigens für dieses Instrument komponiertem Stück „Die Bassbachtigall“ einen Soloauftritt hatte.

Am Ende kamen alle vier Musiker in ihrer Raumimprovisation „Frühlingserwachen“ noch einmal zusammen und gaben dem begeistert beklatschten Konzert einen gelungenen Abschluss.


Von Christine Lummert
Quelle: MAZ online
http://www.maz-online.de/Lokales/Brandenburg-Havel/Umjubeltes-Eroeffnungskonzert-in-Reckahn

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